Costa Rica

 

Zentrale Hochebene

Lebhafte Hauptstadt und tropische Wildnis

Koloniales Flair in den vier großen Städten, Dschungel und Vulkane in den Nationalparks

Die Schatzkammer des Landes: Meseta Central (oder Valle Central) nennt man die zentrale Hochebene in der Mitte des Landes, zwischen 1000 und 1700 m hoch gelegen und begrenzt von drei Gebirgszügen, umgeben von Bergen und Vulkanen. Auf den fruchtbaren Böden wachsen Kaffeesträucher, die der Hochebene Reichtum und Wohlstand brachten. Hier liegen neben San José, der modernen Hauptstadt, viele altspanische Städte mit dem Charme der Vergangenheit, und in San José findet man einige der besten Museen Zentralamerikas. In einer Stunde erreicht man die dunklen Strände am Pazifik. Angenehme Temperaturen, im Jahresdurchschnitt um 22 Grad, eine verlässliche Trockenzeit und das gute öffentliche Verkehrssystem sowie eine große Auswahl an Hotels und Restaurants steigern für Touristen die Attraktivität der reizvollen Landschaft, deren Vulkane und Naturreservate von San José aus bequem erreicht werden können. Mehr als die Hälfte der Costa-Ricaner lebt hier, und dennoch: Kaffeeplantagen, so weit das Auge reicht.

Alajuela

Die Höhenlage (950 m) sorgt in der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz für ein ganzjährig frühlingshaftes Klima, das nicht nur die 163 000 Ew. genießen, sondern auch Besucher aus der übrigen Hochebene. Alajuelas beschauliche Atmosphäre und seine verkehrstechnisch günstige Lage beim internationalen Flughafen schätzen zunehmend auch Touristen. Aus der 1782 von Spaniern nahe der Siedlung La Lajuela errichteten kleinen Kirche erwuchs die zweitgrößte Stadt des Landes, Geburtsort des Nationalhelden Juan Santamaría, dem man im gleichnamigen Park südlich des Zentralparks ein großzügiges Bronzedenkmal setzte.

Cartago

Die einstige Hauptstadt und älteste Stadt des Landes, schicksalsgeprüft: zerstört durch sechs Erdbeben, die schlimmsten 1841 und 1910; Vulkanausbrüche des Irazú und Überflutungen taten ein Übriges. Dennoch: Immer wieder wurde das 1563 von den Spaniern gegründete Cartago aufgebaut und diente bis 1823 als Hauptstadt. Heute präsentiert sich die alte Stadt im neuen Gewand, denn alle Gebäude stammen aus dem 20. Jh. Cartago (125 000 Ew.) liegt 22 km südöstlich von San José auf 1440 m Höhe und ist daher etwas kühler. Berge und fruchtbare Ebenen umgeben die Stadt, jedoch auch einige Fabriken.

Heredia

Nur 11 km nördlich von San José und doch eine andere Welt. Als Ciudad de Flores, als »Stadt der Blumen«, gefällt die 75 000 Ew. zählende Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in 1137 m Höhe mit niedrigen weißen Häusern, deren rote Ziegeldächer von zahlreichen Kirchenkuppeln überragt werden. Schmiedeeiserne Gitter wölben sich vor den Fenstern, wuchtige Holztüren und dicke Mauern halten die Kühle im Haus und schirmen Patios und Gärten ab. Man handelt mit Kaffee, der in der Umgebung angebaut wird. Östlich des Zentrums liegt die Nationaluniversität des Landes, deren Studenten die lockere Atmosphäre der Stadt prägen. Heredias Grundriss ist streng kolonial: In der ersten Hälfte des 18. Jhs. wurde es - zunächst mit der Errichtung einer Kirche 1706 - von Spaniern gegründet, die aus der damaligen Hauptstadt Cartago fortgingen.

San José

Keine Stadt zum Verlieben. Durch die schachbrettartig angelegten Straßen, eine Mischung aus spanischer Planung und modernen Erweiterungen, quält sich dichter Verkehr, Fabriken schicken ihre Abgase gen Himmel. Mit einer Bevölkerung von rund 440 000 bzw. mehr als 1 Mio., nimmt man die Umgebung dazu, liegt die Hauptstadt in einem breiten, fruchtbaren Kaffeetal in 1150 m Höhe am Fuß der Cordillera Central. Diese Lage sichert der Stadt ein angenehmes Klima. Seit 1823 ist das 1737 gegründete San José Hauptstadt des Landes, eine moderne und recht wohlhabende lateinamerikanische Metropole mit nur wenigen prächtigen Bauwerken und Überbleibseln der spanischen Epoche. Aber man bemüht sich heute, der grauen Stadt ein paar Farbtupfer zu verpassen. So erstrahlen das neoklassizistische Hotel del Rey und die Holzhäuser aus der Jahrhundertwende im alten Viertel Barrio Amón in neuem Glanz, die Plätze Parque Morazán, Parque de la Merced und Parque Central bekamen eine Rundumerneuerung.

 

Seiten senden

Ihr Name

Ihre Email