Côte d'Azur

Frankreich

 

Monaco und Umgebung

Oase für Millionäre

Sündhaft teure Wohnungen, das einzige Formel-1-Rennen der Welt, bei dem die Piloten mitten durch die Stadt brettern, luxuriöse Spielkasinos, Spitzenrestaurants und eine atemraubende Architektur: Das ist Monaco. Mit seinen 32 000 Einwohnern - davon nur 6000 Einheimische - auf knapp 2 km² ist das Fürstentum nach dem Vatikan der kleinste souveräne Staat der Erde. Er gibt eigene Briefmarken heraus, hat eine eigene Polizei, aber es gibt keine Grenzposten zum französischen Umland.

Am Anfang gab es nur den Felsen, den »Rocher«, der heute den Stadtteil Monaco bildet. Als Mönch verkleidet eroberte François Grimaldi am 8. Januar 1297 die Burg hoch über dem Meer. Die Fürstenfamilie hat - abgesehen von kurzen Zeitspannen - seitdem das Zepter nicht mehr aus der Hand gegeben. Charles II schafft 1869 die direkte Besteuerung der Bewohner ab und lässt das erste Spielkasino im neuen Stadtteil Monte-Carlo bauen. Sein Sohn Albert I gründet 1906 das Ozeanografische Institut, Thronfolger Louis II richtet 1929 den ersten Grand Prix von Monaco aus. Rainier III regierte von 1949 bis zu seinem Tod 2005. Seit seiner Heirat 1956 mit der Schauspielerin Grace Patricia Kelly, die 1982 bei einem Autounfall ums Leben kam, war er Dauergast in der Regenbogenpresse, ebenso wie seine Kinder Caroline, Stéphanie und Albert, der im Frühjahr 2005 seine Nachfolge antrat.

Fürst Rainier III hat den Zwergstaat zu einem Wirtschaftsriesen gemacht, Pharma- und Kosmetikindustrie aber auch der Tourismus spielen eine wichtige Rolle. In den zum Teil dem Meer abgewonnenen Stadtteilen Fontvieille (im Westen), La Condamine (am Hafen) und Larvotto (im Osten) sind viele der über 30 000 monegassischen Arbeitsplätze entstanden. Steuerfreiheit und niedrige Kriminalitätsrate machen Monaco zur sicheren Oase für Millionäre. Und der Staat wächst weiter, hinein in den Fels und hinaus aufs Meer. So ist der Bahnhof mit einem 13-stöckigen Parkhaus völlig unter der Erde im Berg verschwunden. Eine seit 2003 am Rocher verankerte, 350 m lange schwimmende Mole mit Parkhaus, Trockendock und Ladengeschäften soll Kreuzfahrtschiffe anlocken.

Besucher können Monaco leicht zu Fuß erobern: Dutzende von öffentlichen Aufzügen (ascenseurs) überwinden die Höhenunterschiede in den Stadtteilen.

 

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