Dominikanische Republik

 

Die Mitte

Höhepunkte für Naturgenießer

Wir haben hier super Bedingungen für Riverrafting«, erzählt Franz Lang von Aventuras del Caribe in Jarabacoa. »Die Wasser gurgeln um große Steinbrocken und stürzen über stattliche Klippen - eine echte Herausforderung selbst für Geübte!« Die Rede ist von den vielen Flüssen, die in der Zentralkordillere entspringen. Aus ihr erheben sich auch die höchsten Gipfel der Karibik: der 3045 m hohe Loma La Rucilla und der 3175 m hohe Pico Duarte, Traumziel vieler Trekkingurlauber. Einmal auf das Dach der Karibik gekraxelt zu sein gehört zweifellos zu den großen Reiseerlebnissen.

Die Landesmitte zeigt die Dominikanische Republik von einer gänzlich unerwarteten Seite: Hier duftet es nach Nadelwald, und abenteuerliche Pisten, die man am besten nur mit dem Jeep befahren sollte, eröffnen traumhafte Ausblicke in tiefe Bergtäler.

Ausgangspunkte für Trips in die Zentralkordillere, ob zu Fuß, mit dem Mountainbike oder im Sattel, sind Jarabacoa (530 m) und das gut doppelt so hoch gelegene Constanza.

Jarabacoa und Constanza gehören zur Provinz La Vega, die sich am Fuß der Zentralkordillere ausbreitet. Wer sich für die koloniale Anfangszeit des Landes interessiert, sollte sich hier unbedingt die Ruinen von La Vega Vieja ansehen, das Kolumbus persönlich gründete. Das Tal von La Vega ist Teil des größten Binnentals der Karibik. Es breitet sich aus wie ein riesiger Kessel zwischen der Cordillera Septentrional mit ihren Bernsteinminen, der Cordillera Central und der Cordillera Oriental. Nur im Osten öffnet es sich zur Atlantikküste und der Samanáhalbinsel. Die ganze Ebene ist durchädert von Flüssen und angereichert mit fruchtbaren Schwemmsänden, ganz besonders im Cibaotal nördlich und westlich von Santiago de los Caballeros.

Hier gedeihen die besten Tabakpflanzen und jede Menge Gemüseund Obstsorten. Kein Wunder, dass sich hier zahlreiche Orte konzentrieren und sich die zweitgrößte Stadt des Landes, Santiago de los Caballeros, entwickelte. Sitz vieler begüterter Dominikaner, wird sie auch gern die heimliche Hauptstadt der Republik genannt.

Jarabacoa

Der alte Taínoname Jarabacoa (»Land der Wasser«) sagt schon alles: Der 530 m hoch gelegene Ort (40 000 Ew.) ist Ziel aller Raftingfans, denn hier starten die Touren auf dem Yaque del Norte, dazu laden Wasserfälle in Ortsnähe zu Badeausflügen ein. Die »Stadt des ewigen Frühlings« (durchschnittlich 22 Grad) liegt außerdem an der Hauptroute für den Aufstieg zum Pico Duarte im Nationalpark José Armando Bermúdez. Im Zentrum spürt man wenig vom Tourismus. Treffpunkt der Einheimischen ist der kleine Parque Central.

Santiago

Die Stadt am Río Yaque del Norte, mit rund 700 000 Ew. die zweitgrößte im Land, ist Wirtschaftsmetropole und altes Zentrum des Tabak- und Zuckerhandels. Aufs Schönste vereint sie karibisches Flair mit Großstadtatmosphäre. Ihre Blütezeit erlebte sie mit ihrem Verschiffungshafen Puerto Plata nach der Unabhängigkeit. An die Helden der Restauration erinnert das Wahrzeichen der Stadt, ein 67 m hohes Monument.

 

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